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	<title>Business Breakfast</title>
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	<description>Hilf mit, einen Roman zu Schreiben!</description>
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		<title>Manuskript fertig &#8211; Rewrite steht an &#8211; Verlag gesucht</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Oct 2012 09:16:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Ruch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[So, da sind wir nun! Die erste Fassung steht. Und damit die Gewissheit, was jetzt noch kommt: nämlich aus dem Manuskript ein Buch zu machen. Aber zuerst möchte ich allen Supportern und (Online-) Lektoren für die Unterstützung danken. Ich weiss ziemlich gut, was ich zu tun habe&#8230; Bald werde ich mich auch entscheiden müssen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-1825" href="http://www.businessbreakfast.ch/?attachment_id=1825"><img class="alignleft size-full wp-image-1825" title="Jetzt geht's an den Rewrite!" src="http://www.businessbreakfast.ch/wp-content/uploads/bb_lp_rewrite.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a><strong>So, da sind wir nun!</strong></p>
<p>Die erste Fassung steht. Und damit die Gewissheit, was jetzt noch kommt: nämlich aus dem Manuskript ein Buch zu machen.</p>
<p>Aber zuerst möchte ich allen Supportern und (Online-) Lektoren für die Unterstützung danken. Ich weiss ziemlich gut, was ich zu tun habe&#8230;</p>
<p>Bald werde ich mich auch entscheiden müssen, dass Buch entweder selbst oder über einen Verlag zu veröffentlichen. In diesem Sinne: Anfragen willkommen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Herzlich,</p>
<p>Mathias Ruch</p>
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		<title>Epilog</title>
		<link>http://www.businessbreakfast.ch/?p=1793</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Sep 2012 14:48:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Ruch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leseproben Epilog]]></category>

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		<description><![CDATA[Spoiler Warnung: Der Epilog, für alle Supporter als PDF-Download, erklärt die Hintergründe zur Handlung.  &#160; &#160; Nur Lesen, wer sein Kopfkino abstellen will! &#160; Achtung: Dieser Download ist Supportern vorbehalten. Hier kannst du Supporter werden. Sorry, leider hast du keinen Zugriff auf diese Seite! Einige der Inhalte dieser Website sind Supportern vorbehalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="clean">
<tbody>
<tr>
<td><a rel="attachment wp-att-1074" href="http://www.businessbreakfast.ch/?attachment_id=1074"><img class="alignleft size-full wp-image-1074" title="Der Epilog PDF-Download" src="http://www.businessbreakfast.ch/wp-content/uploads/bb_lp_akt1.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></td>
<td>Spoiler Warnung: Der Epilog, für alle Supporter als PDF-Download, erklärt die Hintergründe zur Handlung. 
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Nur Lesen, wer sein Kopfkino abstellen will!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Achtung: Dieser Download ist Supportern vorbehalten. <a title="Supporter" href="http://www.businessbreakfast.ch/?page_id=122">Hier</a> kannst du Supporter werden.</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> Sorry, leider hast du keinen Zugriff auf diese Seite! Einige der Inhalte dieser Website sind <a href=?page_id=122>Supportern</a> vorbehalten.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kompletter 5. Akt</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Aug 2012 14:42:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Ruch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leseproben 5. Akt]]></category>

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		<description><![CDATA[Das grosse Finale folgt im fünften und letzten Akt, den ich hiermit allen Supporten als PDF zum Download bereitstelle.&#160; Ich wünsche spannendes Lesevergnügen! &#160; Achtung: Dieser Download ist Supportern vorbehalten. Hier kannst du Supporter werden. Sorry, leider hast du keinen Zugriff auf diese Seite! Einige der Inhalte dieser Website sind Supportern vorbehalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="clean">
<tbody>
<tr>
<td><a rel="attachment wp-att-1074" href="http://www.businessbreakfast.ch/?attachment_id=1074"><img class="alignleft size-full wp-image-1074" title="Der komplette 2. Akt als PDF-Download" src="http://www.businessbreakfast.ch/wp-content/uploads/bb_lp_akt1.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></td>
<td>Das grosse Finale folgt im fünften und letzten Akt, den ich hiermit allen Supporten als PDF zum Download bereitstelle.&nbsp;</p>
<p>Ich wünsche spannendes Lesevergnügen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Achtung: Dieser Download ist Supportern vorbehalten. <a title="Supporter" href="http://www.businessbreakfast.ch/?page_id=122">Hier</a> kannst du Supporter werden.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> Sorry, leider hast du keinen Zugriff auf diese Seite! Einige der Inhalte dieser Website sind <a href=?page_id=122>Supportern</a> vorbehalten.</p>
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		<item>
		<title>Leseprobe 38</title>
		<link>http://www.businessbreakfast.ch/?p=1719</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Aug 2012 14:35:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Ruch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leseproben 5. Akt]]></category>

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		<description><![CDATA[Auszug aus Kapitel 30:  Jonas ist zurück&#160; Jonas gelingt es, wieder die Kontrolle zu übernehmen und telefoniert mit Moltesi. Sie schickt zwei Beamte zu seinem Haus. Jonas gibt sich selbstbewusst und scheint Tommy gegenüber plötzlich überlegen. Die beiden geraten schliesslich aneinander&#8230; &#160; &#160; &#160; Das Telefon beginnt wider zu vibrieren. Bevor er es packen kann, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="clean">
<tbody>
<tr>
<td><a rel="attachment wp-att-1722" href="http://www.businessbreakfast.ch/?attachment_id=1722"><img class="alignleft size-full wp-image-1722" title="Blacking out" src="http://www.businessbreakfast.ch/wp-content/uploads/bb_lp381.jpg" alt="Blacking out" width="240" height="240" /></a></td>
<td>Auszug aus Kapitel 30:  Jonas ist zurück&nbsp;</p>
<p>Jonas gelingt es, wieder die Kontrolle zu übernehmen und telefoniert mit Moltesi. Sie schickt zwei Beamte zu seinem Haus. Jonas gibt sich selbstbewusst und scheint Tommy gegenüber plötzlich überlegen. Die beiden geraten schliesslich aneinander&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span id="more-1719"></span></p>
<table class="manuskript">
<tbody>
<tr>
<td>Das Telefon beginnt wider zu vibrieren. Bevor er es packen kann, greife ich es und halte es an mein Ohr.<br />
«Hallo?»<br />
«Ich schicke jetzt zwei Beamte zu Ihrem Haus, Tommy&#8230;»<br />
«Hier ist Jonas, Sophia&#8230;», sage ich mit ruhiger Stimme.<br />
«Jonas&#8230; sind Sie&#8230;? Wie geht es Ihnen?»<br />
Sophia klingt etwas verwirrt. Ich kann es ihr nicht verübeln.<br />
«Mir geht es prächtig, Sophia&#8230; hervorragend!»<br />
«So&#8230; hervorragend geht es Ihnen&#8230; Hören Sie&#8230; ich muss&#8230;»<br />
«Ich weiss&#8230;», unterbreche ich sie. «Sie müssen mich mitnehmen!»<br />
«Nun&#8230; ich muss mit Ihnen sprechen, Jonas&#8230; es geht um&#8230;»<br />
«Ich habe ihn nicht umgebracht, Sophia!», unterbreche ich sie erneut.<br />
«Was&#8230;? Wovon sprechen Sie..?», sagt sie irritiert.<br />
«Aber ich weiss, wer es getan hat!»<br />
Ich beende die Verbindung und blicke in Tommys Augen.<br />
«Hast du den Verstand verloren?», sagt er.<br />
«Nimmst du auch ein Glas Wein&#8230;? Bestimmt, nicht? Ah, du hast dich schon bedient&#8230; aus der Flasche, wie ich sehe&#8230; sehr zivilisiert!»<br />
Tommy folgt mir in die Küche und packt mich am Arm.<br />
«Du zerstörst meinen Plan!», sagt er.<br />
«Deinen Plan&#8230;?»<br />
Ich lache laut heraus.<br />
«Deinen brillanten Plan? Das ist gut, Tommy, wirklich gut!»<br />
Ich nehme mir ein Glas und fülle es mit Tommys angebrauchter Flasche Pavillon Blanc auf. Ich nehme einen grossen Schluck und lache ihn an.<br />
Plötzlich ergreift er mein halbvolles Glas und schmettert es an die Wand hinter mir.<br />
«Du machst alles kaputt!», schreit er.<br />
«Nein, du hast alles kaputt gemacht&#8230; als du mit dieser dämlichen Idee gekommen bist!», schreie ich zurück.<br />
«Du wärst eher verreckt, als dass du etwas unternommen hättest!»<br />
Tommy ist ausser sich. Unsere Gesichter sind nur eine Handbreit voneinander entfernt. Ich höre das Brummen vom Telefon auf dem Esstisch.<br />
«Na und&#8230; vielleicht wäre das von Anfang an besser gewesen!»<br />
Ich fühle mich euphorisch und lebendig wie nie zuvor. Das Kribbeln in der Brust verleiht mir ein erhabenes Gefühl. Tommy wirkt viel kleiner auf mich, als sonst. Klein und unbedeutend.<br />
«Na, dann tu es doch&#8230; hier uns jetzt! Tu es, du Feigling!»<br />
Ich nehme mir ein Messer aus dem Block auf der Küchenablage und halte es Tommy an den Hals. Mit der linken Hand packe ich ihn am Kragen.<br />
«Du glaubst mir wohl nicht, häh? Du denkst, ich sei zu schwach dafür!»<br />
Ich drücke ihm das Messer mit der flachen Seite auf die Haut, ohne ihn zu verletzen.<br />
«Das würdest du nie tun, du Feigling!»<br />
Tommy sagt die Worte ruhig und leise zu mir. Ich antworte ihm auf dieselbe Art.<br />
«Leb wohl, Tommy!»<br />
Es wird dunkel.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Kompletter 4. Akt</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Aug 2012 14:12:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Ruch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leseproben 4. Akt]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der ersten Leseprobe aus dem finalen fünften Akt freue ich mich allen Supporten den kompletten vierten Akt als PDF zum Download bereitzustellen.  &#160; Ich wünsche gutes Lesevergnügen! &#160; Achtung: Dieser Download ist Supportern vorbehalten. Hier kannst du Supporter werden. Sorry, leider hast du keinen Zugriff auf diese Seite! Einige der Inhalte dieser Website sind Supportern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="clean">
<tbody>
<tr>
<td><a rel="attachment wp-att-1074" href="http://www.businessbreakfast.ch/?attachment_id=1074"><img class="alignleft size-full wp-image-1074" title="Der komplette 2. Akt als PDF-Download" src="http://www.businessbreakfast.ch/wp-content/uploads/bb_lp_akt1.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></td>
<td>Nach der ersten Leseprobe aus dem finalen fünften Akt freue ich mich allen Supporten den kompletten vierten Akt als PDF zum Download bereitzustellen. 
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich wünsche gutes Lesevergnügen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Achtung: Dieser Download ist Supportern vorbehalten. <a title="Supporter" href="http://www.businessbreakfast.ch/?page_id=122">Hier</a> kannst du Supporter werden.</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> Sorry, leider hast du keinen Zugriff auf diese Seite! Einige der Inhalte dieser Website sind <a href=?page_id=122>Supportern</a> vorbehalten.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Leseprobe 37</title>
		<link>http://www.businessbreakfast.ch/?p=1702</link>
		<comments>http://www.businessbreakfast.ch/?p=1702#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Aug 2012 14:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Ruch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leseproben 5. Akt]]></category>

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		<description><![CDATA[Auszug aus Kapitel 30: Tommy übernimmt die Kontrolle&#160; Tommy, der jetzt direkt zum Leser spricht, hat die Kontrolle übernommen. Duaine und Robert schicken Jonas SMS-Nachrichten, die Tommy sofort liest. Robert ruft schliesslich an und Tommy gibt sich als Jonas aus. Er klappt. Später ruft Moltesi an,  hier gibt er sich aber als Tommy zu erkennen. Er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="clean">
<tbody>
<tr>
<td><a rel="attachment wp-att-1703" href="http://www.businessbreakfast.ch/?attachment_id=1703"></a><a rel="attachment wp-att-1704" href="http://www.businessbreakfast.ch/?attachment_id=1704"><img class="alignleft size-full wp-image-1704" title="Kontrollwechsel" src="http://www.businessbreakfast.ch/wp-content/uploads/bb_lp37.jpg" alt="Kontrollwechsel" width="240" height="240" /></a></td>
<td>Auszug aus Kapitel 30: Tommy übernimmt die Kontrolle&nbsp;</p>
<p>Tommy, der jetzt direkt zum Leser spricht, hat die Kontrolle übernommen. Duaine und Robert schicken Jonas SMS-Nachrichten, die Tommy sofort liest. Robert ruft schliesslich an und Tommy gibt sich als Jonas aus. Er klappt. Später ruft Moltesi an,  hier gibt er sich aber als Tommy zu erkennen. Er sagt, Jonas sei nicht abkömmlich. Ob er dieses Doppelspiel aufrecht erhalten kann?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span id="more-1702"></span></p>
<table class="manuskript">
<tbody>
<tr>
<td>DIE KONSEQUENZ&nbsp;</p>
<p>30</p>
<p>Endlich bin ich ihn losgeworden! Gerade noch rechtzeitig, bevor die Situation ausser Kontrolle gerät. Das hat ihn erst einmal umgehauen, so schnell wird er mir nicht wieder in die Quere kommen. Jetzt muss ich schauen, wie wir uns diesen Duaine vom Hals halten können. Dieser Angsthase ist unerträglich, dabei hat er nichts zu befürchten.<br />
Das iPhone klingelt. Auf dem Display erscheint «Duaine». Ich warte, bis es aufhört.<br />
Ich setze mich auf einen Stuhl am Esstisch. Wieder erklingt ein Ton, jetzt aber nur einmal. Auf dem Display erscheint «Neue Nachricht».<br />
Ich entsperre das iPhone und lasse mir die Nachricht anzeigen.<br />
«die haben mich über dich ausgefragt!!! habe nicht viel gesagt. darf die schweiz nicht verlassen&#8230; was soll das mit dem Joghurt??? RUF MICH AN!!! d.»<br />
Sollen sie nur dem Joghurt nachgehen, die finden sowieso nichts, ich war mehr als gründlich.<br />
Zuerst muss ich hier alle Spuren beseitigen. Ich bin mir nicht sicher, wie vorsichtig er war. Er hat mich zu lange nicht ernst genommen.<br />
Ich gehe ins Gästezimmer und starte den iMac. Ein Passwort wird verlangt. Ich probiere es mit dem Jahrgang. «1981». Das Eingabefeld wird zurückgesetzt. Ich ergänze es mit dem Monat, das machen die meisten Menschen. «031981». Wieder nichts. «0381». Ein Fenster erscheint: «Merkhilfe für Kennwort». Darunter steht «Morges». Es ist also nicht sein Geburtsdatum. Es ist das seiner Schwester. Sie ist zwei Jahre jünger. «1983». Das Feld wird wieder zurückgesetzt. Wann hatte sie schon wieder Geburtstag? Im Winter, glaube ich. «121983». Nichts. «111983». Verdammt. Vielleicht mit dem Namen. «Christina». Auch nicht. «Christina1983». Fehleingabe. Wie hat er sie immer genannt, seine kleine Schwester? Es war nicht Tina. Aber es war ein kurzer Kosename. «Chris1983». Schon wieder nichts. «Chris83». «Willkommen, Jonas Stadler», steht auf dem Bildschirm. Ich bin drin.<br />
Er ist Controller, den Wochenplan von Sergio wird er minutiös in einer Tabelle erstellt haben. Ich durchsuche den Ordner «Dokumente». Darin finde ich die Unterordner «Privat», «Lonestar», «Bigmont» und «Diverses». Ich klicke auf «Diverses». Viele PDF-Dokumente mit irgendwelchen Buch- und Filmbesprechungen. Einige MP3-Dateien. Eine Weinliste. Buchungsbestätigungen von Air Berlin. Ich wechsle in den Ordner «Privat». Die Unterordner «Film», «Finanzen», «Fotos», «Korrespondenz», «Literatur» und «Wein» erscheinen im Fenster. Ich durchsuche den Ordner mit den Finanzdokumenten, finde aber nichts Brauchbares. Die Dateien sind alle feinsäuberlich mit einem Datum am Ende des Namens abgelegt, so dass sich diese automatisch sortieren. Ich klicke auf den Ordner «Privat». Auch hier finde ich wieder zahlreiche Unterordner. Einer ist mit «BB» bezeichnet. Ich öffne ihn. Eine Menge unbrauchbare Finanzdokumente, irgendwelche Budgets und Grafiken, alle minutiös mit einem Datum versehen. Bis auf eines. Es heisst «Vorlage_Wochenbericht». Ein Doppelklick öffnet das Dokument. Das ist es. Sergios Wochenplan. Im Halbstundentakt sind sämtliche Wochentage in exakt achtundvierzig Zellen unterteilt. In jeder Zeile steht etwas. Ab vierundzwanzig Uhr steht meistens «Schlafen». Nur nicht am Freitag und Samstag. Dort steht «Schlafen» erst ab ein Uhr beziehungsweise drei Uhr nachts. Davor steht in insgesamt acht Zellen «Bars, Rotlichtviertel». Darunter in Klammer «Rio, Brasil, Olé, Taube». Die ersten Zellen am Morgen sind ab sechs Uhr ausgefüllt. «Aufstehen, 45&#8242; Hometrainer, TV Nachrichten». Danach «Duschen, frisieren, anziehen».<br />
Schon wieder klingelt das iPhone. Ich gehe zurück zum Esstisch.<br />
«Robert», steht auf dem Display. Ich warte, bis das Klingeln aufhört und schalte es auf lautlos. Duaine hat schon wieder angerufen. Ein kleines rotes Symbol zeigt mir an, dass zwei Anrufe in Abwesenheit eingegangen sind. «Neue Nachricht», wird angezeigt. ich drücke auf das Symbol.<br />
«die sind im büro!!! habe nathalia aufgeboten&#8230; robert ist dort. wo bist du??? ruf mich an!!! d.»<br />
Ich ignoriere die Nachricht und schalte das iPhone auf lautlos. Es vibriert in meiner Hand. «Robert», wird erneuzt angezeigt. Ich bin unschlüssig, nehme dann den Anruf doch entgegen.<br />
«Ja?»<br />
«Jonas&#8230;? Bist du das? Alles okay?»<br />
Ich zögere einen Moment.<br />
«Ja&#8230;», antworte ich. Seine Stimme sollte ich draufhaben.<br />
«Mann, wo bist du, Jonas&#8230; die sind hier, Moltesi mit zwei Beamten&#8230; die wollen Zugang zu den Dokumenten!»<br />
Roberts Stimme klingt aufgeregt.<br />
«Zu welchen?», sage ich kurz und knapp.<br />
«Keine Ahnung&#8230; ich weiss nicht mal, wo die sind&#8230; bei dir, nicht? In deinem Büro?», sagt er.<br />
Woher soll ich dass wissen? Aber bei seiner pedantischen Art wird er all die Ordner mit dem grössten Vergnügen feinsäuberlich bei sich in einem Schrank abgelegt haben.<br />
«Ja», antworte ich.<br />
«Dein Büro ist verschlossen&#8230; sie glauben mir nicht, dass nur du einen Schlüssel hast. Ich habe ihnen gesagt, dass vielleicht Nathalia noch&#8230; Moment&#8230;»<br />
Ich höre, wie er mit jemandem spricht.<br />
«Nathalia ist eben eingetroffen&#8230; wir rufen dich gleich wieder an!»<br />
Er hängt auf.<br />
Ich nehme das iPhone mit ins Gästezimmer und setze mich vor den Computer. Ich lösche die Datei mit dem Wochenplan und suche nach weiteren. Die Stichworte «Sergio», «BB», «Plan», «Woche», «Lone» und «Bigmont» bringen zwar einen Haufen Suchergebnisse, aber keine weiteren Dokumente zum Thema Sergio hervor. Das Durchsehen aller Dokumente dauert einen Moment. Rasch wird klar, dass er keine weiteren Dokumente unter diesen Bezeichnungen abgelegt hat.<br />
Wieder vibriert das Telefon. Es wird eine Nummer angezeigt, die ich nicht kenne. Aus reiner Neugier nehme ich nach einiger Zeit den Anruf entgegen.<br />
«Hallo&#8230;? Hallo, ist jemand dran&#8230;? Herr Stadler?», sagt eine Frauenstimme.<br />
«Wer ist da?», sage ich.<br />
«Moltesi, Kriminalpolizei».<br />
Ah, interessant. Die Polizistin.<br />
«Herr Stadler ist gerade nicht abkömmlich&#8230; worum geht&#8217;s denn?»<br />
«Das kann ich Ihnen nicht sagen&#8230; wer sind Sie denn, wenn ich fragen darf?»<br />
«Ein Freund&#8230; Herrn Stadler geht es nicht gut», sage ich.<br />
«Es ist aber äusserst wichtig, Herr&#8230;»<br />
Sie wartet auf eine Ergänzung meinerseits. Ich zögere.<br />
«Ich bin Tommy, wir wohnen im selben Haus», antworte ich. Sie hat meinen Namen sowieso noch nie gehört.<br />
«Gut, Tommy&#8230; ich muss wirklich mit Jonas sprechen, ist er da?»<br />
«Er schläft», sage ich.<br />
«Könnten Sie ihn bitte wecken, es ist sehr wichtig!», sagt die Polizistin.<br />
«Ich fürchte das geht nicht!»<br />
«Und weshalb nicht?»<br />
«Er schläft sehr tief&#8230; Medikamente&#8230;», sage ich.<br />
«Verstehe&#8230; er soll mich anrufen, sobald er wach ist!», sagt sie bestimmt und hängt abrupt auf.<br />
Die wird sich damit nicht zufrieden geben. Ich muss schauen, dass sie niemanden hierher schickt.<br />
Ich öffne den Papierkorb und bestätige die Meldung, welche besagt, dass hiermit alle Dateien und Ordner im Papierkorb unwiderruflich gelöscht werden.<br />
Wieder vibriert das Handy. «Lonestar» steht auf dem Bildschirm.<br />
«Hallo?», sage ich.<br />
«Jonas?»<br />
Ich zögere. Die Stimme kommt mir nicht bekannt vor. Es ist nicht die Polizistin von vorhin.<br />
«Ja&#8230;»<br />
«Hier ist Nathalia&#8230; die wollen in dein Büro!», sagt sie völlig aufgebracht.<br />
«Und was wollen sie da?»<br />
«Sie wollen alles durchsehen&#8230; Rechnungen, Verträge&#8230; all deine Ordner! Was soll ich tun?»<br />
Sie werden sich sowieso Zugang verschaffen. Wenn ich sie jetzt behindere, werden wir verdächtig.<br />
«Lass sie rein!», sage ich.<br />
«Okay!»<br />
Sie klingt erleichtert.<br />
«Und noch was&#8230; sag niemandem, dass du mit mir telefoniert hast!»<br />
«Geht klar, Jonas&#8230; Tschüss!»<br />
Ich beende die Verbindung.<br />
Unter dem Pult ist ein Papierkorb. Ich nehme ihn hervor und durchsuche seinen Inhalt. Neben einigen Umschlägen und ein paar Werbeanzeigen kann ich nichts finden. Keine Ausdrucke, keinen Wochenplan. Ich stelle den Papierkorb zurück und suche den Drucker. Auch dort finde ich keine ausgedruckten Dokumente. Soviel ich weiss, führt er ein Notizbuch. Ich suche das Pult danach ab. Wieder vibriert das Telefon. Duaine ruft an. Das interessiert mich.<br />
«Hallo?»<br />
«Jonas&#8230;! Endlich, verdammt noch mal! Wo bist du, was ist los? Wo warst du die ganze Zeit?» Duaine ist ausser sich, seine Stimme zittert, er atmet schnell und heftig.<br />
«Zuhause», antworte ich.<br />
«Zuhause&#8230;? Ist alles in Ordnung? Nathalia hat gesagt, du warst beim Arzt?»<br />
«Alles in Ordnung», sage ich.<br />
«Scheisse, Mann&#8230; die nehmen unsere Büros auseinander&#8230; die suchen eine Rechnung, hat Nathalia gesagt!»<br />
«Eine Rechnung?»<br />
«Ja, irgendeine gottverdammte Rechnung, die etwas mit Joghurt zu tun haben muss!», sagt er.<br />
Ach so, diese Rechnung. Die wird sie nicht weiterbringen.<br />
«Ich soll umgehend ins Büro kommen, hat Moltesi gesagt&#8230; du auch?»<br />
«Ich bin krank», sage ich.<br />
«Krank&#8230;? Was hast du denn?»<br />
«Nichts&#8230; bin krank geschrieben».<br />
«Ach so&#8230; Scheisse, Mann&#8230; was soll ich tun? Soll ich meinen Anwalt anrufen?», sagt er.<br />
«Wenn du meinst».<br />
«Okay&#8230; und geh ran, wenn ich dich das nächste Mal anrufe, okay? Da stecken wir beide mit drin, du und ich!»<br />
Wie du meinst. Jonas hatte recht, du bist wirklich ein Idiot.<br />
«Okay», sage ich.<br />
«Bis später!», sagt er und hängt auf.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Kompletter 3. Akt</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Aug 2012 14:34:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Ruch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leseproben 3. Akt]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit etwas Verspätung (im Vergleich zu den Leseproben) folgt hier der dritte Akt als PDF zum Download für alle Supporter.&#160; Ich wünsche viel Spass beim Lesen! &#160; Achtung: Dieser Download ist Supportern vorbehalten. Hier kannst du Supporter werden. Sorry, leider hast du keinen Zugriff auf diese Seite! Einige der Inhalte dieser Website sind Supportern vorbehalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="clean">
<tbody>
<tr>
<td><a rel="attachment wp-att-1074" href="http://www.businessbreakfast.ch/?attachment_id=1074"><img class="alignleft size-full wp-image-1074" title="Der komplette 2. Akt als PDF-Download" src="http://www.businessbreakfast.ch/wp-content/uploads/bb_lp_akt1.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></td>
<td>Mit etwas Verspätung (im Vergleich zu den Leseproben) folgt hier der dritte Akt als PDF zum Download für alle Supporter.&nbsp;</p>
<p>Ich wünsche viel Spass beim Lesen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Achtung: Dieser Download ist Supportern vorbehalten. <a title="Supporter" href="http://www.businessbreakfast.ch/?page_id=122">Hier</a> kannst du Supporter werden.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> Sorry, leider hast du keinen Zugriff auf diese Seite! Einige der Inhalte dieser Website sind <a href=?page_id=122>Supportern</a> vorbehalten.</p>
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		<item>
		<title>Leseprobe 36</title>
		<link>http://www.businessbreakfast.ch/?p=1692</link>
		<comments>http://www.businessbreakfast.ch/?p=1692#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2012 15:03:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Ruch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leseproben 4. Akt]]></category>

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		<description><![CDATA[Auszug aus Kapitel 29: Erkenntnis vor dem Kleiderschrank Von Panik und einem quälenden Verdacht getrieben, rennt Jonas vom Hotel nach Hause. Der Gedanke an Joghurt zwingt ihn, sich zu ergeben. Zuhause stellt er sich vor seinen Kleiderschrank und realisiert zum ersten Mal, dass dieser auch noch eine rechte Hälfte hat. Er öffnet sie und macht eine [...]]]></description>
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<tbody>
<tr>
<td><a rel="attachment wp-att-1693" href="http://www.businessbreakfast.ch/?attachment_id=1693"><img class="alignleft size-full wp-image-1693" title="Erkenntnis vor dem Kleiderschrank" src="http://www.businessbreakfast.ch/wp-content/uploads/bb_lp36.jpg" alt="Erkenntnis vor dem Kleiderschrank" width="240" height="240" /></a></td>
<td>
<p>Auszug aus Kapitel 29: Erkenntnis vor dem Kleiderschrank</p>
<p>Von Panik und einem quälenden Verdacht getrieben, rennt Jonas vom Hotel nach Hause. Der Gedanke an Joghurt zwingt ihn, sich zu ergeben. Zuhause stellt er sich vor seinen Kleiderschrank und realisiert zum ersten Mal, dass dieser auch noch eine rechte Hälfte hat. Er öffnet sie und macht eine erschütternde Entdeckung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span id="more-1692"></span></p>
<table class="manuskript">
<tbody>
<tr>
<td>29
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich renne. So schnell, dass ich die Kälte der feuchten Haut spüre. Joghurt. Ich hasse Joghurt. Noch nie in meinem Leben habe ich Joghurt gegessen. Aber vor mir lag eine Schüssel und ich hielt einen Löffel in der Hand.<br /> Christina war schon etwas platt, als ich plötzlich aufgestanden bin und mich verabschiedet habe. Mir sei eingefallen, dass ich einen wichtigen Termin im Büro vergessen habe, sagte ich ihr. Und dass sie mich anrufen soll, bevor sie zurückfliege.<br /> Ich musste raus. Noch in der Lobby begann ich, zu rennen. So schnell ich konnte, überquerte ich die Strasse vor dem Hotel und lief geradewegs zum See. Dort habe ich mich übergeben.<br /> Jetzt renne ich so schnell ich kann den See entlang nach Hause. Ich renne über die Brücke, die den See vom Fluss trennt an der Grillecke vorbei zum Quai. Der Gedanke an Joghurt würgt mich und ich übergebe mich noch einmal in den See. Ich huste und würge so stark, dass die Passanten, die am Morgen am See entlang spazieren, auf mich aufmerksam werden und auf mich zeigen. Ich spucke ein letztes Mal auf den Boden und beginne wieder zu rennen, an der Oper, den noblen Geschäftshäusern und Restaurants vorbei bis zu meinem Haus. Hastig gebe ich den Zugangscode zu meiner Wohnung ein und der Fahrstuhl setzt sich in Bewegung. Ich kriege kaum Luft und spüre meine Beine nicht mehr. Sie hatte recht, ich trage ein T-Shirt und ich habe keine Ahnung, wieso. Ich stürme durch den Gang und den Wohnraum zum Kleiderschrank im Schlafzimmer, vor dem ich keuchend stehen bleibe. Hektisch öffne ich die linke Hälfte. Vor mir präsentieren sich sauber aufgereit ein Dutzend dunkelblauer Anzüge. In den Fächern darüber weisse Kurzarmshirts, Unterhosen, Socken, Rundhalspullover in grau, dunkelblau und schwarz sowie die alternative Bettwäsche in identischer Ausführung. Meine Kleider, wie ich sie kenne. Ein Gefühl der Erleichterung macht sich breit.<br /> Ich versuche, gleichmässig zu atmen und bleibe einen Augenblick vor dem halb geöffneten Kleiderschrank stehen. Zum ersten Mal in meinem Leben fällt mir auf, dass dieser eine zweite Hälfte hat. Ich zögere einen Moment, dann öffne ich mit einem Ruck die rechte Schrankseite. Der Anblick lässt mich erstarren. Der Schrank ist vollgestopft mit Jeans in allen erdenklichen Variationen, Lederjacken, Chucks und Turnschuhen in allen Farben, Logo- und Motto-T-Shirts, Sakkos in allen Mustern, Gürtelschnallen mit Totenköpfen, Hüten, Berets, Lederarmbändern und Halsketten, wohin das Auge reicht. Unfähig, mich zu bewegen, bleibe ich minutenlang vor dem höllischen Anblick stehen.<br /> «Erschreckend, diese Erkenntnis, nicht?»<br /> Ich drehe mich um und blicke in Tommys Augen.</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<item>
		<title>Leseprobe 35</title>
		<link>http://www.businessbreakfast.ch/?p=1680</link>
		<comments>http://www.businessbreakfast.ch/?p=1680#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Jul 2012 14:15:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Ruch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leseproben 4. Akt]]></category>

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		<description><![CDATA[Auszug aus Kapitel 28: Frühstück mit Christina &#160; Jonas erwacht zuhause auf dem Sofa. Duaine hat ihm eine SMS geschrieben und will ihn dringend sprechen, aber er reagiert nicht. Jonas fährt ins Hyatt, um sich mit seiner Schwester Christina, die ihn überraschend aus Übersee besucht, zu treffen. Das Frühstück endet mit einer Andeutung von Christina, welche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="clean">
<tbody>
<tr>
<td><a rel="attachment wp-att-1683" href="http://www.businessbreakfast.ch/?attachment_id=1683"><img class="alignleft size-full wp-image-1683" title="Frühstück mit Christine" src="http://www.businessbreakfast.ch/wp-content/uploads/bb_lp35.jpg" alt="Frühstück mit Christine" width="240" height="240" /></a></td>
<td>Auszug aus Kapitel 28: Frühstück mit Christina
<p>&nbsp;</p>
<p>Jonas erwacht zuhause auf dem Sofa. Duaine hat ihm eine SMS geschrieben und will ihn dringend sprechen, aber er reagiert nicht. Jonas fährt ins Hyatt, um sich mit seiner Schwester Christina, die ihn überraschend aus Übersee besucht, zu treffen. Das Frühstück endet mit einer Andeutung von Christina, welche Jonas vor Schreck den Löffel in seine Joghurtschale fallen lässt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span id="more-1680"></span></p>
<table class="manuskript">
<tbody>
<tr>
<td>28 
<p>&nbsp;</p>
<p>Acht Uhr fünfundvierzig. Heute morgen bin ich um halb sieben angezogen auf meinem Sofa erwacht. Auf dem Couchtisch ein leerer Tablettenstreifen und zwei leere Weingläser. Die Kopfschmerzen sind weg. Dafür kann ich mich auch nur ganz langsam bewegen. Ich habe über eine halbe Stunde gebraucht, um mich zu duschen und anzuziehen. Inzwischen habe ich fünf weitere Anrufe verpasst, alle von Duaine. Ich drücke auf das Symbol für Kurznachrichten, das mir eine neue Nachricht anzeigt.<br /> «jonas, wo steckst du??? ruf mich an. DRINGEND!!! d.»<br /> Ich antworte nicht.<br /> Erst nach dem vierten Kaffee habe ich mir zugetraut, Auto zu fahren.<br /> Ich bin müde. Wahnsinnig müde. Mit offenen Fenstern fahre ich den See entlang zum Hyatt. Ich habe keine Ahnung, was mich erwartet. Meine Hände sind feucht. Kalter Schweiss lässt mich erschaudern. Seit mehr als zehn Jahren habe ich nichts mehr von Christina gehört.<br /> Acht Uhr siebenundfünfzig. Ich fahre vor die Hoteleinfahrt, nehme das Valetticket entgegen und gehe durch die Drehtür ins Hotel. Seit ich mit Sergio hier war, habe ich vergessen, wie sehr ich diese saubere, reine Atmosphäre mag. Wenn ich wollte, könnte ich mein Spiegelbild auf dem Steinboden sehen. Ich wage mich nicht, runterzuschauen. Der Frühstücksbereich befindet sich direkt hinter der Lobby und ist nur für Hotelgäste zugänglich. Ich erkläre der blonden Deutschen mit Pferdeschwanz, dass ich mit einem Gast zum Frühstück verabredet bin. Sie weist mir den Tisch ganz hinten in der Ecke zu. Wahrscheinlich nicht ihr bester, für mich jedoch schon. Ich setze mich hin, nehme die Serviette und lege sie mir, das obere Drittel einmal umgefaltet, auf den Schoss. Ich bestelle mir Kaffe mit Milch. Die Tische sind etwa zur Hälfte besetzt. Die meisten Gäste essen zu zweit. Fast alle Männer tragen Anzug und Krawatte. Einige lesen Zeitung. Andere beantworten die allmorgendliche E-Mail-Flut auf ihrem Blackberry. Insgesamt vier Kellner, zwei Männer und zwei Frauen, bedienen den Frühstücksbereich. Neben der Blonden bewirtet auch eine brunette, südamerikanisch anmutende junge Frau in schwarzer Kleidung die Gäste. Auf ihrem Namensschild steht «A. Schwarz», was mich ein wenig irritiert. Ich frage mich, weshalb auch hier die Frauen diese weiten, unvorteilhaften Bundfaltenhosen tragen müssen.<br /> «Hallo!»<br /> Plötzlich steht sie vor mir. Christina. Es dauert einen Moment, bis mir bewusst wird, dass ich zur Begrüssung aufstehen muss. Sobald ich das getan habe, fällt sie mir um den Hals und umarmt mich lange. Zu lange, was ich ihr mit zweimaligem Klopfen auf den Rücken zu vermitteln versuche.<br /> «Entschuldige die Verspätung, ich habe noch mit John telefoniert», sagt sie und setzt sich hin.<br /> Ich starre sie an. Sie ist zierlich, fast schon dünn, sieht aber gut aus. Ihr blondes, feines Haar hat sie zu einem losen Pferdeschwanz zusammengebunden. Um den Hals trägt sie eine filigrane Halskette aus Weissgold mit einem dezenten Stein in der Mitte. Sie trägt Jeans und eine hellblaue Bluse. Ihr zurückhaltendes Lachen mit perfekten Zähnen macht sie wunderschön.<br /> «John, mein Mann&#8230;», fährt sie fort. «Zachary konnte nicht einschlafen und hat sich erst jetzt beruhigt&#8230; In San Diego ist jetzt Mitternacht».<br /> «Wer?», sage ich.<br /> «Zachary, unser Sohn&#8230; er ist eben vier geworden!», sagt sie und strahlt dazu. Ich glaube, eben haben ihre Augen kurz geleuchtet. Christina hatte als Kind die schönsten Augen, die ich je gesehen hatte. Diese  hellblauen, wachen und neugierigen Augen zogen alle in ihren Bann.<br /> «Gladys ist jetzt sieben&#8230; sie geht zur Schule!»<br /> Da war es wieder, dieses Leuchten. Nur kurz, aber es war deutlich erkennbar.<br /> «Du solltest sie mal sehen&#8230; sie liest viel, wie du früher».<br /> Sie ist nervös, redet viel, praktisch ohne mir dabei in die Augen zu schauen. Das kommt mir entgegen, ich könnte ihrem Blick nicht standhalten. Die Frage der südamerikanischen Kellnerin mit deutschem Namen nach der Getränkewahl unterbricht die erste Stille zwischen uns gerade noch rechtzeitig.<br /> «Schwarz, ohne nichts, danke!», antwortet Christina. Passend, wie ich finde. Die Kellnerin, ihrem Gesichtsausdruck entnehmend, wohl weniger.<br /> Nun sind wir wieder auf uns gestellt. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, die Servietten haben wir beide auf unserem Schoss ausgebreitet.<br /> «Seit wann ziehst du dich so an?», fragt sie, schmunzelt und schaut mir dabei kurz in die Augen.<br /> Ich habe keine Ahnung, was die Frage soll und zucke mit den Schultern.<br /> «Du bist etwas blass!», fährt sie fort. «Und so dünn!»<br /> Zum Glück verhindert die Anleitung zur korrekten Verwendung des Frühstücksbuffets von Frau Schwarz eine Antwort meinerseits.<br /> Wir stehen beide auf, legen die Servietten links neben unsere Teller und begeben uns zu den üppig gefüllten Vitrinen.<br /> Zurück am Tisch beginnt Christina glücklicherweise direkt wieder zu reden.<br /> «Maja ist gestorben&#8230;», sagt sie. «Morgen wird Sie in Genf beerdigt».<br /> Ich muss sie fragend anschauen, denn sie beginnt umgehend, sich zu erklären.<br /> «Meine Gastmutter&#8230; als ich als Aupair in Morges war».<br /> «Ah&#8230;», sage ich und nicke. Ich habe noch nie etwas von ihr gehört, geschweige denn ihren Namen gekannt.<br /> «Krebs&#8230; sie muss schrecklich gelitten haben».<br /> Sie blinzelt schneller, als üblich und bleibt, als ob sie sich fassen müsste, einen Augenblick still. Ich kann ihre Augen nicht sehen, denn sie starrt mit gesenktem Haupt auf die Kaffeetasse, die sie mit beiden Händen umschlossen hält.<br /> Plötzlich lacht sie und mustert mich. Sie lässt ihre Augen über meinen Kopf, meine Hände und meinen Oberkörper gleiten.<br /> «Dieses T-Shirt&#8230;!»<br /> Ich schaue sie irritiert an.<br /> «Entschuldige&#8230; aber es ist so lange her!»<br /> Sie hört auf zu lachen und nimmt einen Schluck Kaffee.<br /> «Was machst du so, erzähl mal!»<br /> Was erzählt man seiner Schwester, nachdem man sie über ein Jahrzehnt nicht mehr gesehen hat? Zumal die Umstände ihres Abschieds alles andere als glücklich waren.<br /> «Arbeiten. Lesen. Nicht viel&#8230;», sage ich.<br /> «Wo arbeitest du? Du wolltest doch immer Archäologe werden&#8230; bist du&#8217;s?»<br /> «Nicht ganz&#8230; ich bin COO».<br /> «Was?», sagt Christina.<br /> «Controlling. Finanzen und so».<br /> «Hast du das studiert?»<br /> «Ja», antworte ich.<br /> Christina schüttelt den Kopf.<br /> «Und wo machst du das?»<br /> «Bei einer Produktionsfirma&#8230; Film, Fernsehen&#8230;»<br /> «Was&#8230;? Mein Bruder arbeitet beim Film! Ist ja toll Und da macht ihr richtige Filme&#8230;? Wie in Hollywood?»<br /> «Fast», sage ich und versuche, zu lächeln.<br /> Die kurze Pause gibt mir die Gelegenheit, mein Mineralwasser zu trinken. Ich leere es in einem Zug.<br /> «John liest auch viel!», sagt sie plötzlich.<br /> «Dein Mann?»<br /> «Ja&#8230; er ist Chemiker, das habe ich dir damals doch geschrieben, weisst du noch?»<br /> «Ja, ja&#8230;», lüge ich. Ich kann mich an nichts aus dieser Zeit erinnern.<br /> «San Diego ist schön, weisst du&#8230; du solltest uns mal besuchen kommen!»<br /> Ihre Augen leuchten.<br /> «Ja&#8230;», sage ich und nicke dazu. Wie lange dieses Geplauder wohl noch dauern mag, bevor wir da landen, worüber wir beide nicht sprechen wollen.<br /> «Das war eine gute Zeit in Morges!», sagt sie nach einiger Zeit.<br /> Morges war deine Rettung. Ich lächle.<br /> Einen Augenblick lang sagen wir beide gar nichts. Ich beobachte Christina, wie sie ihre Brötchen schmiert. Obwohl das Buffet vom schottischen Rauchlachs bis zur asiatischen Drachenfrucht alles bietet, beschränkt sich ihre Wahl auf Brötchen mit Butter und Marmelade. Wie als Kind zuhause.<br /> «Wieso versteckst du dich so&#8230;?», sagt sie plötzlich und unverhofft. «Kein Telefonbucheintrag, kein Festnetzanschlusss&#8230; man könnte meinen!»<br /> Ich schaue sie hilflos an. Lass es, bitte.<br /> «Ich kann&#8217;s ja verstehen&#8230; bin ja nicht besser! Hast du Mamma und Papa noch mal gesehen?»<br /> Ich schüttle den Kopf. Jetzt sind wir beim Thema. Sie kann mir nicht in die Augen sehen, wenn sie die beiden Wörter ausspricht. Mamma und Papa. Wer ist das?<br /> «Gut&#8230; sie wissen nicht, dass ich hier bin», sagt sie, den Kopf immer noch gesenkt.<br /> Ich sage nichts und starre sie an. Geistesabwesend streicht sie inzwischen ihr drittes Brötchen, ohne eines davon zu essen. Die Bewegungen mit dem Buttermesser wirken hastig. Sie schaut nicht auf.<br /> «Wie geht es dir?»<br /> Ich weiss nicht, weshalb ich ihr die Frage stelle, aber sie schien mir angebracht.<br /> «Gut!», kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen. Zu schnell, um aufrichtig zu sein. Sie schaut mich mit feuchten Augen an.<br /> «John&#8230; die Kinder&#8230; sie geben mir viel!», sagt sie mit zittriger Stimme.<br /> Ich werde ihm nie verzeihen, was er dir angetan hat. Und ihr auch nicht, sie liess es einfach geschehen.<br /> «Hast du eine Freundin?», fragt sie nach einer Weile und wischt sich mit dem Zeigefinger die Tränen unter den Augen weg.<br /> «Nein», antworte ich.<br /> «Nicht&#8230;? So ein hübscher Kerl wie du? Ist ja eine Schande&#8230; und Freunde?»<br /> Ich zucke mit den Schultern und lächle.<br /> «Ausser Tommy, meine ich!»<br /> Tommys Name unterstreicht sie mit Gänsefüsschen, die sie mit den Fingern beider Hände in die Luft malt.<br /> Sie lacht.<br /> «Entschuldige&#8230; der war dir ja immer sehr wichtig&#8230;! Immer noch?», sagt sie.<br /> Ich hebe meine Augenbrauen und verziehe den Mund ein wenig.<br /> Stille. Den Blick auf ihren Teller gesenkt, schmiert sie sich ein weiteres Brötchen.<br /> Sie hebt den Kopf, nimmt einen Bissen und beginnt erneut zu lachen. So fest, dass sie sich beinahe verschluckt.<br /> «Was ist?», sage ich nunmehr etwas gereizt.<br /> «Der Joghurt!», antwortet sie, nachdem sie fertig gekaut und ihren Bissen ganz verschluckt hat.<br /> Sie lacht immer noch. Ich schaue sie fragend an.<br /> Christina zeigt mit dem Finger auf mich.<br /> «Der Joghurt&#8230;», sagt sie einem Lachkrampf nahe. «Man sieht ihn immer ein zweites, drittes und viertes Mal, bevor du ihn runterschluckst!»<br /> Der Löffel fällt mir aus der Hand in die Schale vor mir.</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Leseprobe 34</title>
		<link>http://www.businessbreakfast.ch/?p=1661</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Jul 2012 15:06:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Ruch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leseproben 4. Akt]]></category>

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		<description><![CDATA[Auszug aus Kapitel 27: Die totale Erschöpfung&#160; Jonas geht nach Hause, um sich auszuruhen, kann sich aber plötzlich nicht mehr an seinen Eintrittscode zur Wohnung erinnern. In der Wohnung angekommen, erwartet ihn schliesslcih ein gut gelaunter Tommy. Dieser gibt sich selbstbewusst und meint zu wissen, dass die Polizei Duaine verdächtigt, womit er richtig liegt. Ein erschöpfter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="clean">
<tbody>
<tr>
<td><a rel="attachment wp-att-1668" href="http://www.businessbreakfast.ch/?attachment_id=1668"><img class="alignleft size-full wp-image-1668" title="Jonas erschöpft" src="http://www.businessbreakfast.ch/wp-content/uploads/bb_lp34.jpg" alt="Jonas erschöpft" width="240" height="240" /></a></td>
<td>Auszug aus Kapitel 27: Die totale Erschöpfung&nbsp;</p>
<p>Jonas geht nach Hause, um sich auszuruhen, kann sich aber plötzlich nicht mehr an seinen Eintrittscode zur Wohnung erinnern. In der Wohnung angekommen, erwartet ihn schliesslcih ein gut gelaunter Tommy. Dieser gibt sich selbstbewusst und meint zu wissen, dass die Polizei Duaine verdächtigt, womit er richtig liegt. Ein erschöpfter Jonas muss sich hinlegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span id="more-1661"></span></p>
<table class="manuskript">
<tbody>
<tr>
<td>27&nbsp;</p>
<p>Siebzehn Uhr sechsunddreissig. Etwas mehr als fünf Stunden sind vergangen, als mich der Arzt wieder entlassen und nach Hause geschickt hat. Ich wollte nicht nach Hause, zu gross ist die Chance, dort auf Tommy zu treffen. Stattdessen habe ich mich seither in meinem Büro eingeschlossen.<br />
Sophia hat darauf bestanden, dass ich mich durchchecken lasse, nachdem ich, wie sie mir im Nachhinein erzählte, eine Weile lang wie weggetreten in ihrem Büro sass. Sie habe sich Sorgen gemacht, ich habe gar nicht mehr auf ihre Fragen geantwortet und so einen komischen Gesichtsausdruck gehabt.<br />
Der Taxifahrer brachte mich bis zum Empfang im zweiten Stock und der Arzt stellte mir allerlei Fragen. Wann ich zum letzten Mal gegessen habe, ob ich nachts im Bett schwitze, ob ich mich konzentrieren könne und so weiter. Stress, meinte er. Und dass ich zuhause bleiben soll. Er drückte mir ein Arztzeugnis in die Hand. Ich bin für eine Woche krank geschrieben.<br />
Den restlichen Tag nach der Einvernahme habe ich vor meinem iMac im Büro verbracht und die farbige Krake bei ihrer Wanderung über meinen Bildschirm beobachtet. Ich erinnere mich noch, wie mich Sophia mit ihrem festen, aber zarten Händedruck und den Worten, ich solle mich beser ausruhen, das seien harte Tage, verabschiedet hat. Ich musste nichts unterschreiben.<br />
Duaine hat mich bestimmt zehnmal angerufen, aber ich habe keinen seiner Anrufe entgegengenommen. Ich habe keine Ahnung, ob ich tatverdächtig bin. Auch nicht, ob Duaine es ist. Nathalia habe ich gesagt, ich wolle nicht gestört werden.<br />
Jetzt plagen mich wieder die Kopfschmerzen. Der Arzt hat mir neue weisse Pillen gegeben, ich habe noch bei ihm auf der Toilette fünf davon genommen. Ich bin müde und will in mein Bett. Zuerst muss ich an Nathalia vorbei, die sich schon vorhin, als ich ins Büro gekommen bin, äusserst besorgt gezeigt hat. Ich stehe auf und warte, was passiert. Es pocht in meinem Schädel, aber ich kann mich auf den Beinen halten. Mir ist heiss und ich spüre die Nässe in den Achselhöhlen. Ich öffne die Tür zum Empfang und bleibe kurz vor Nathalia stehen.<br />
«Ich gehe jetzt nach Hause», sage ich. Zu meinem Erstaunen geht das ziemlich gut.<br />
«Du solltest dich ein paar Tage ausruhen, Jonas!», sagt sie mit besorgter Miene.<br />
Ich nicke, öffne die Tür und begebe mich zum Aufzug.<br />
Die offenen Fenster halten mich während der Fahrt nach Hause wach. Jedel Ampel auf der mir endlos anmutenden Strecke schaltet vor mir von orange auf rot, ich muss Mal für Mal stoppen. Seltsamerweise ist mir das egal.<br />
Von meinem Parkplatz in der Tiefgarage schleiche ich zum Aufzug und gebe meine Code ein. Die Tür schliesst sich. Nichts passiert. Ich gebe nochmals meinen Code ein. Wieder nichts, der Aufzug setzt sich nicht in Bewegung. Ich versuche, mich zu konzentrieren und drücke bewusst jede einzelne der vier Zahlen auf dem Tastenfeld. 3997. Erneut bleibt der Fahrstuhl stehen. Einen Moment lang bleibe ich verwirrt vor dem Tastenfeld stehen und starre auf die in je drei Zeilen und Kolonnen angelegten Zahlenknöpfe. Ich erinnere mich an ein Programm auf meinem iPhone, auf dem ich vor langer Zeit einmal ein paar Zahlenfolgen abspeicherte, nachdem ich den Pincode meiner Kreditkarte wiederholt vergessen hatte. Ich drücke auf das Symbol mit der Bezeichnung «Lockbox». Ein Tastenfeld erscheint auf dem Display. Wieder wird ein Code verlangt. Ich verspüre einen Stich in meinem Kopf, die Kopfschmerzen werden unerträglich. Ich probiere den Üblichen: 3997. Nichts passiert. 0775. Keine Veränderung. 5770. Eine Liste erscheint. An dritter Stelle steht neben einem Schlüsselsymbol «Aufzug». Ich drücke auf den Eintrag. 3779. Hatte ich den nicht eingegeben? Erleichtert stelle ich fest, dass sich der Aufzug nach der erneuten Eingabe endlich in Bewegung setzt.<br />
Nachdem ich in gewohnter Weise meine Jacke abgelegt, die Schuhe poliert und versorgt habe, setze ich mich auf mein Sofa. Zu meinem Erstaunen teile ich es mit niemandem. Tommy ist nicht da. Ich lege mich auf den Rücken, strecke die Beine aus und verschränke die Hände hinter dem Kopf. Tommys bevorzugte Lage fühlt sich tatsächlich gut an. Ich schliesse die Augen und geniesse einen Moment lang die Ruhe. Das Pochen in meinem Kopf gerät für einen kurzen Augenblick etwas in den Hintergrund.<br />
Das Geräusch der Toilettenspülung holt mich zurück. Ich öffne die Augen. Schlagartig traktieren mich die Kopfschmerzen wieder.<br />
«Hey, das ist mein Platz!», sagt Tommy scherzhaft. Er schliesst die Toilettentüre hinter sich und kommt auf mich zu.<br />
«Du bist ja doch da!», sage ich lethargisch.<br />
«Hallo Jonas, freut mich auch, dich zu sehen&#8230;! Wein!»<br />
Ich antworte nicht darauf. Seine stete gute Laune macht mich rasend. Er kommt mit zwei Gläsern Weisswein aus der Küche zurück und setzt sich ans obere Ende des Sofas.<br />
«Und, wie ist&#8217;s mit Moltesi gelaufen?»<br />
Demonstrativ lege ich den rechten Arm über meine Augen, um zu verdeutlichen, dass ich nicht in der Stimmung bin, zu Reden.<br />
«Kopfschmerzen?», sagt er und kramt etwas aus seinem Hosensack hervor. «Hier, nimm die&#8230; die helfen!»<br />
Tommy wirft mir einen Tablettenstreifen auf den Bauch. Die Tabletten vom Arzt sind in meiner Jackentasche. Ich kann jetzt nicht aufstehen. Ich richte mich auf und drücke mir fünf Tabletten aus dem Blister in meine Hand, ohne Tommy dabei aus den Augen zu lassen. Er erwidert meinen Blick und lächelt dabei. Das Glas Pavillon Blanc leere ich in einem Zug.<br />
«Moltesi ist scharf auf dich, stimmt&#8217;s?»<br />
Ich fixiere seine Augen, ohne etwas zu sagen.<br />
«Sie verdächtigen Duaine, nicht&#8230;? Natürlich tun sie das. Du wirkst zu brav, zu grau, zu anständig, um ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu gelangen».<br />
Er will mich bloss provozieren.<br />
«Hast du meinen Namen erwähnt?»<br />
Er lächelt immer noch und wartet einen Moment, bevor er weiterfährt.<br />
«Natürlich nicht&#8230; das würdest du nie tun. Keiner kennt mich, keiner weiss von mir&#8230; du kannst mich gar nicht erwähnen&#8230; mich gibt&#8217;s gar nicht!»<br />
Einen Moment lang schauen wir uns beide stumm in die Augen. Tommy grinst, ich verziehe keine Miene.<br />
«Verschwinde!», sage ich leise, aber bestimmt.<br />
Tommy lächelt.<br />
«Wenn du so weitermachst, verschwindest du schon bald!», sagt Tommy.<br />
Ich schliesse die Augen und lege mich wieder hin. Stille. Bald folgt diese wohlige, wattige Geborgenheit.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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